Politik der frühen Kindheit

Ausgabe CHSS Nr. 2 ⁄ Juni 2021

Politik der frühen Kindheit

Mit der Politik der frühen Kindheit schützt, fördert und unterstützt die Gesellschaft Ungeborene und Kinder im Vorschulalter in ihrer Lebenswelt und sorgt mit einer Optimierung der rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen dafür, dass die Erziehenden und Bezugspersonen in der Lage sind, ihre Verantwortung adäquat zu übernehmen und ihren Schützlingen eine möglichst sichere, gesunde und chancengerechte Entwicklung zu ermöglichen.

In der Schweiz teilt sich eine Vielzahl staatlicher und privater Akteure die Aufgaben, Verantwortung und Kompetenzen der Politik der frühen Kindheit; wobei diese schwergewichtig bei den Gemeinden und den Kantonen liegen. Ein Grossteil der Koordination erfolgt über interkantonale Strukturen unter Federführung der schweizerischen Konferenz der kantonalen Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren (SODK).

In ihrem Juni-Schwerpunkt greift die CHSS die Politik der frühen Kindheit auf. Sie stellt die Auslegeordnung vor, die der Bundesrat erstmals vorgenommen hat, und zeigt die Entwicklungsmöglichkeiten des Bundes im Rahmen des geltenden Rechts und bestehenden Finanzrahmens auf. Die anderen Beiträge geben einen Einblick in das Wirken verschiedener Verantwortungsträger vor Ort. Diese zeigen uns, woran sie derzeit arbeiten, welches ihre grössten Herausforderungen sind und wo sie Handlungsbedarf sehen.

Politik der frühen Kindheit muss in kommunaler Hand bleiben

Kindererziehung ist Aufgabe der Eltern. Der Staat kann diese dabei unterstützen und be­gleiten. Damit familienergänzende Angebote bedarfsgerecht und wirksam sind, müssen sie auf die lokalen Gegebenheiten ausgerichtet sein. Die Gemeinden nehmen in der frühen Kindheit daher eine Schlüsselrolle ein…. ganzen Artikel lesen

Vom Flickenteppich zur Politik für die frühe Kindheit

Die grosse Bedeutung der ersten Lebensjahre ist anerkannt. Unbestritten ist auch, dass das familienergänzende Bildungs- und Betreuungsangebot in der Schweiz noch nicht optimal ist. Eine nationale Politik für die frühe Kindheit ist notwendig, um die Lücken zu schliessen und die…… ganzen Artikel lesen

Die Städte als Dreh- und Angelpunkt der Politik der frühen Kindheit

Rund drei Viertel aller Kinder von null bis vier Jahren in der Schweiz wachsen in einem städtischen Umfeld auf. Die Städte schaffen im Bereich der frühen Kindheit ein bedarfs­gerechtes Angebot und antworten auf aktuelle Herausforderungen. Dafür sind sie auf Unterstützung…… ganzen Artikel lesen

Politik der frühen Kindheit – Auslegeordnung und Ausblick

Ziel der Politik der frühen Kindheit ist es, Kindern eine möglichst sichere, gesunde und chancengerechte Entwicklung zu ermöglichen. Der Bundesrat hat erstmals eine Auslegeordnung der entsprechenden politischen Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden vorgenommen und Entwicklungsmöglichkeiten auf Bundesebene aufgezeigt…. ganzen Artikel lesen

Politik der frühen Kindheit im Kanton Thurgau

Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für den weiteren Bildungs- und Lebensverlauf eines Menschen. Deshalb fördert der Kanton Thurgau in enger Zusammenarbeit mit Politischen Gemeinden und Schulgemeinden bedarfsgerechte Angebote im Frühbereich…. ganzen Artikel lesen

Erfolgreiche Weiterführung von Jugend und Medien

Die Massnahmen des Bundes im erzieherischen Jugendmedienschutz, deren Umsetzung ab 2016 durch die nationale Plattform Jugend und Medien weitergeführt wurde, sind erneut umfassend evaluiert worden. Sie finden weiterhin grossen Anklang und zeigen eine breite Wirksamkeit…. ganzen Artikel lesen

Aktuelle Ausgabe: CHSS Nr. 2 ⁄ Juni 2021 – Politik der frühen Kindheit

Politik der frühen Kindheit: Schutz, Chancengerechtigkeit und Teilhabe im Fokus (Astrid Wüthrich)

Schwerpunkt: Politik der frühen Kindheit

Politik der frühen Kindheit – Auslegeordnung und AusblickZiel der Politik der frühen Kindheit ist es, Kindern eine möglichst sichere, gesunde und chancengerechte Entwicklung zu ermöglichen. Der Bundesrat hat erstmals eine Auslegeordnung der entsprechenden politischen Massnahmen von Bund, Kantonen und Gemeinden vorgenommen und Entwicklungsmöglichkeiten auf Bundesebene aufgezeigt. (Michelle Jenni)

Vom Flickenteppich zur Politik für die frühe KindheitDie grosse Bedeutung der ersten Lebensjahre ist anerkannt. Unbestritten ist auch, dass das familienergänzende Bildungs- und Betreuungsangebot in der Schweiz noch nicht optimal ist. Eine nationale Politik für die frühe Kindheit ist notwendig, um die Lücken zu schliessen und die Qualität zu heben. (Elisabeth Baume-Schneider; Eliane Fischer)

Politik der frühen Kindheit im Kanton ThurgauDie ersten Lebensjahre sind entscheidend für den weiteren Bildungs- und Lebensverlauf eines Menschen. Deshalb fördert der Kanton Thurgau in enger Zusammenarbeit mit Politischen Gemeinden und Schulgemeinden bedarfsgerechte Angebote im Frühbereich. (Jasmin Gonzenbach-Katz)

Politik der frühen Kindheit muss in kommunaler Hand bleibenKindererziehung ist Aufgabe der Eltern. Der Staat kann diese dabei unterstützen und be­gleiten. Damit familienergänzende Angebote bedarfsgerecht und wirksam sind, müssen sie auf die lokalen Gegebenheiten ausgerichtet sein. Die Gemeinden nehmen in der frühen Kindheit daher eine Schlüsselrolle ein. (Claudia Hametner)

Die Städte als Dreh- und Angelpunkt der Politik der frühen KindheitRund drei Viertel aller Kinder von null bis vier Jahren in der Schweiz wachsen in einem städtischen Umfeld auf. Die Städte schaffen im Bereich der frühen Kindheit ein bedarfs­gerechtes Angebot und antworten auf aktuelle Herausforderungen. Dafür sind sie auf Unterstützung durch die übergeordneten Staatsebenen angewiesen. (Franziska Ehrler)

Erwerbsersatzordnung (EO)

Mutterschaftsentschädigung bei längerem Spitalaufenthalt des NeugeborenenMütter haben heute kein gesichertes Einkommen, wenn ihr Neugeborenes nach der Geburt länger im Spital bleiben muss. Eine Gesetzesänderung, die Anfang Juli 2021 in Kraft tritt, schliesst diese Lücke. (Andrea Künzli)

Betreuungsurlaub für Eltern gesundheitlich schwer beeinträchtigter KinderEltern erhalten ab dem 1. Juli 2021 einen 14-wöchigen Betreuungsurlaub, wenn sie ihr gesundheitlich schwer beeinträchtigtes Kind betreuen und deswegen ihre Erwerbstätigkeit unterbrechen müssen. Während des Betreuungsurlaubs wird eine über die Erwerbsersatz­ordnung (EO) finanzierte Betreuungsentschädigung ausbezahlt. (Andrea Künzli)

Familie, Generationen und Gesellschaft

Dienstleistungsangebot für FamilienIn der Schweiz gibt es ein grosses Begleit-, Beratungs- und Elternbildungsangebot für Familien. Eine neue Studie gibt einen systematischen Überblick über die aktuelle Angebotslandschaft und benennt die acht grössten Herausforderungen bezüglich Verfügbarkeit, Zugänglichkeit, Qualität und Zielgruppenerreichung. (Philipp Walker; Sarina Steinmann; Anna Tanner)

Erfolgreiche Weiterführung von Jugend und MedienDie Massnahmen des Bundes im erzieherischen Jugendmedienschutz, deren Umsetzung ab 2016 durch die nationale Plattform Jugend und Medien weitergeführt wurde, sind erneut umfassend evaluiert worden. Sie finden weiterhin grossen Anklang und zeigen eine breite Wirksamkeit. (Milena Iselin; La Mantia Alexandra)

Interinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ)

Arbeitslosenversicherung (ALV) und Bildung optimieren ihre SchnittstelleInterinstitutionelle Zusammenarbeit (IIZ) zu verwirklichen bedeutet gemeinsames Handeln der Akteure an den Schnittstellen der sozialen, der Bildungs- und der Arbeitsintegration. Am Beispiel der Schnittstelle ALV–Bildung lässt sich aufzeigen, wie die ALV die Zusammen­arbeit mit ihren IIZ-Partnern Schritt für Schritt optimiert. (Carmen Schenk)

Überbrückungsleistungen (ÜL)

Ausgesteuerte Arbeitslose kurz vor der Pensionierung werden besser abgesichertDas schweizerische System der sozialen Sicherheit wird mit den Überbrückungsleistungen für Personen, die nach dem 60. Altersjahr ausgesteuert werden, erweitert. Diese schliessen eine Lücke im Sozialversicherungssystem zwischen Arbeitslosigkeit und Pensionierung und sind gerade in Zeiten von Corona willkommen. (Mélanie Sauvain)

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