Familienbericht

Im April hat der Bundesrat den Familienbericht 2017 verabschiedet und darin seine familienpolitische Strategie dargelegt. Unser Schwerpunkt geht auf die wissenschaftlichen Analysen ein, die im Rahmen des Familienberichts erarbeitet wurden und auf deren Erkenntnis die familienpolitische Standortbestimmung und die bundesrätliche Strategiefassung erfolgten.
In seinem Aufsatz legt der Soziologe François Höpflinger dar, wie sich familiale Beziehungen in den letzten vier Jahrzehnten gewandelt haben, und wie die Kernfamilie trotzdem v. a. als Familienmodell von Familien mit Kleinkindern weiterbesteht. Egalitäre Erwerbs- und Familienmodelle oder Doppelverdienerfamilien finden sich weniger häufig als erwartet, familiale Rollen werden kaum getauscht. Vielmehr sind Partnerschaft und eine Familie mit Kindern auch bei den jüngsten der befragten Generationen erstrebenswert.

Ausgehend von der kantonalen Familienberichterstattung zeigt Heidi Stutz vom Büro BASS, dass sich der familienpolitische Fokus der Kantone weg von der wirtschaftlichen Absicherung hin zu Angeboten verlagert, die präventiv wirken und «gute Rahmenbedingungen für die Selbsthilfe» schaffen. Anna Liechti schliesslich bespricht die familienpolitische Standortbestimmung des Bundes und die Massnahmen, mit denen der Bundesrat die Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit als wichtigstes Handlungsfeld fördern will.

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Familienberichterstattung der Kantone

Der dritte Familienbericht des Bundes (Familienbericht 2017) enthält u. a. eine Auslegeordnung der kantonalen Familienberichte, Familienleitbilder und Familienkonzepte (zusammenfassend Familienberichterstattung). Sie…

Forschung
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Rechtsetzung
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